Ein Einfamilienhaus im Dresdner Stadtteil Striesen (Baujahr 2015, KfW-70-Standard) wurde in mehreren Schritten zu einem modernen, energieeffizienten Gesamtsystem weiterentwickelt. Trotz ursprünglich installierter Gasbrennwerttherme und vorhandener Fußbodenheizung lag der Fokus auf einer nachhaltigen Umstellung der Energieversorgung.
Im Jahr 2020 wurde auf dem Flachdach eine Photovoltaikanlage mit 7,4 kWp in Ost-West-Ausrichtung für rund 10.000 Euro netto installiert – kombiniert mit einer Wallbox für zukünftige Elektromobilität. Mit der Anschaffung eines Elektroautos im Jahr 2021 konnte das System optimal genutzt werden: Durch intelligentes Energiemanagement wird heute ein Eigenverbrauch von rund 70 % erreicht. Von etwa 5.000 kWh jährlicher PV-Erzeugung werden rund 3.500 kWh direkt im Haushalt genutzt.
Ein weiterer wichtiger Schritt folgte 2024 mit der Umstellung der Wärmeversorgung: Die Gasheizung wurde durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt. Zuvor lag der Gasverbrauch bei etwa 16.000 kWh jährlich, was Kosten von rund 2.500 Euro verursachte. Durch den Einsatz der Wärmepumpe reduziert sich der Energiebedarf auf etwa 25 %, entsprechend rund 4.000 kWh Strom pro Jahr. Davon werden etwa 1.000 kWh durch eine vorhandene Photovoltaikanlage gedeckt. Dadurch sinken die jährlichen Kosten für die Wärmeversorgung auf etwa 1.000 Euro.
Ergänzt wird das System durch eine separate Brauchwasserwärmepumpe im Keller. Diese nutzt die ganzjährig moderaten Temperaturen im Gebäudeinneren (über 10 °C), um Warmwasser besonders effizient bereitzustellen.
Der Vorteil dieses Konzepts: Die Hauptwärmepumpe für die Fußbodenheizung kann kleiner dimensioniert werden und arbeitet dadurch effizienter und kostengünstiger – insbesondere im Winter, da die energieintensive Warmwasserbereitung ausgelagert ist.
Dieses Projekt zeigt, wie sich durch die intelligente Kombination aus Photovoltaik, Elektromobilität und Wärmepumpentechnologie auch vergleichsweise junge Gebäude nachhaltig optimieren lassen – mit hoher Eigenverbrauchsquote, reduzierten Energiekosten und deutlich verbesserter Umweltbilanz.






