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Sole-Wärmepumpe und Photovoltaik in Mehrfamilienhaus

Typ: Mehrfamilienhaus (Stadtvilla)
Baujahr des Gebäudes: 1922
Standort: Dresden-Plauen
Wohnfläche: 410  m²
 

vor Modernisierung 
  • Gesamtwohnfläche 410 m²
  • Primärenergiebedarf vor der Sanierung 241 kWh/(m2a)
nach Modernisierung
  • Erweiterung Gesamtwohnfläche durch  Dachaufstockung auf 687 m²
  • Umwidmung Gebäudeklasse von 3 auf 5
  • Anzahl der Wohnungen nach der Sanierung: 7 
  • bautechnischer Wärmeschutz an der Innenseite des Gebäudes, um die Reliefelemente an der Außenfassade zu erhalten
  • Primärenergiebedarf nach der Sanierung 25 kWh/(m2a)
  • Heizwärmebedarf nach der Sanierung 12,6 kWh/(m2a)

 

© Mario Hantschick

Projektbeschreibung

Die sanierte Stadtvilla in Dresden erstrahlt nach einer umfassenden Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip in neuem Glanz. Ausgangspunkt war ein historisches Mehrfamilienhaus, dessen energetischer Zustand vor der Modernisierung einen Primärenergiebedarf von 241 kWh/m²a aufwies. Durch den Einsatz eines leistungsstarken Energie- und Sanierungskonzeptes konnte dieser Bedarf auf nur noch 12,6 kWh/m²a reduziert werden – ein Wert, der sonst nur bei Passivhäusern erreicht wird. Gleichzeitig wurde die Wohnfläche durch eine Aufstockung von 410 m² auf 687 m² erweitert, wodurch sich auch die Gebäudeklasse baurechtlich erhöhte. Ziel des Energiesprong-Ansatzes ist eine Sanierung, die hohen Wohnkomfort, kurze Bauzeiten und maximale Energieeffizienz vereint. Die Maßnahmen – darunter bautechnischer Wärmeschutz von innen und eine Ingenieurholzbau-Aufstockung – wurden ressourcenschonend umgesetzt. Ein wissenschaftliches Monitoring sammelt kontinuierlich Daten zur Energieerzeugung und -nutzung. Die Mieter profitieren von höherer Qualität und Komfort bei konstanter Warmmiete.

Die Sanierung setzt auf das innovative Erifol-System, das sowohl bautechnischen Wärmeschutz als auch Heiztechnologie integriert. Hinter den Heizkörpern installierte Reflexionsfolien nutzen Strahlungswärme statt konvektiver Wärmeleitung, wodurch die Beheizung über niedrig temperierte Flächen mit einer maximalen Oberflächentemperatur von 26 °C erfolgt. Zwischen den Folien sorgen isolierende Luftschichten für eine effektive Dämmwirkung, die einer rund 80 cm starken herkömmlichen Wanddämmung entspricht, bei nur 10–20 mm Materialstärke. Zentral für die Wärmeversorgung ist eine Kombination aus Erdwärme und hocheffizienter Flächentemperierung. Über eine geothermische Anlage wird Umweltwärme aus dem Erdreich gewonnen und über Wärmepumpentechnik zum Heizen genutzt; im Sommer kann das System auch zur Kühlung eingesetzt werden. Ergänzt wird dies durch ein innenliegendes Wärmeschutz- und Temperierungssystem mit Kapillarrohrmatten, das mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet und dadurch besonders energieeffizient ist. Den benötigten Strom erzeugt eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Gebäude selbst, sodass ein Großteil der Betriebsenergie regenerativ vor Ort bereitgestellt wird. Die Maßnahmen – darunter bautechnischer Wärmeschutz von innen und eine Ingenieurholzbau-Aufstockung – wurden ressourcenschonend umgesetzt, und ein wissenschaftliches Monitoring sammelt kontinuierlich Daten zur Energieerzeugung und -nutzung. Die Mieter profitieren von höherer Qualität und Komfort bei konstanter Warmmiete