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Akteursanalyse und Beteiligungsprozess

Im Prozess des Kommunalen Wärmeplans konnten sich die Dresdnerinnen und Dresdner sowie lokale Akteure aus Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft, Wohnungsbranche, Verbänden, Vereinen sowie die Versorger einbringen.

Prozessbeteiligte

Die Federführung des Prozesses oblag der Stabsstelle für Klimaschutz und Klimawandelanpassung der Landeshauptstadt Dresden. Darüber hinaus waren viele weitere Ämter und Verwaltungseinheiten der Landeshauptstadt Dresden involviert. Die Generalkoordination, Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit erfolgte durch die STESAD GmbH.

Als Betreiber des Fernwärmenetzes in Dresden war die SachsenEnergie AG und für das Gas- und Stromnetz die SachsenNetze mit dem Ziel einer möglichst engen Verzahnung der Infrastrukturplanungen im Erstellungsprozess beteiligt. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl weiterer wichtiger Akteure (Stakeholder) einbezogen und integriert.

Darstellung der Prozessbeteiligten
Darstellung der Prozessbeteiligten© STESAD GmbH
Darstellung der Prozessbeteiligten
Darstellung der Prozessbeteiligten© STESAD GmbH

Seit Dezember 2023 wurden eine Vielzahl von Stakeholdern und die Öffentlichkeit erfolgreich in den Prozess eingebunden. Es fanden zahlreiche Termine und Treffen der verschiedenen Gremien, Arbeitsgruppen und bilaterale Absprachen sowie öffentliche Informationsveranstaltungen statt, um alle relevanten Akteure zu involvieren und deren Perspektive in die Planung einfließen zu lassen (siehe nachfolgende Abbildungen).

Der Kommunale Wärmeplan entstand in enger Zusammenarbeit mit der SachsenEnergie. Gemeinsam wurden aktuelle und zukunftsweisende Konzepte eingebracht, darunter der Fernwärmetransformationsplan sowie das Wasserstoffnetzkonzept, um Bürger/innen, Unternehmen und Institutionen transparent über die Energieversorgung und -transformation zu informieren.

Die SachsenEnergie steuerte dabei Daten, Preismodelle und Annahmen bei, die als Grundlage für die Inhalte und Visualisierungen dienten. Der Erstellungsprozess umfasste die Abstimmung von Fachinformationen, die Aufbereitung komplexer Themen für eine breite Zielgruppe sowie die Integration interaktiver Elemente – etwa Rechner für Energieverbräuche oder Vergleichstools. So entstand eine verständliche, datenbasierte und nutzerfreundliche Plattform, die nicht nur informiert, sondern auch zum Mitgestalten der lokalen Energiewende einlädt.

KI generiert: Das Bild zeigt einen Prozessablauf der Sachsen Energie zur Umstellung auf Wasserstoffheizung (Stand 24. März 2026). Der Hauptinhalt umfasst die Phasen "Bestands- & Potenzialanalyse," "Zielszenario Bericht und Maßnahmen" sowie den "Gremienlauf," inklusive Konzepten wie Fernwärme und H2-Netz Vorschlägen mit dazugehörigen Daten, Preisen und Annahmen.
Erstellungsprozess KWP© Landeshauptstadt Dresden
KI generiert: Das Bild zeigt einen Prozessablauf der Sachsen Energie zur Umstellung auf Wasserstoffheizung (Stand 24. März 2026). Der Hauptinhalt umfasst die Phasen "Bestands- & Potenzialanalyse," "Zielszenario Bericht und Maßnahmen" sowie den "Gremienlauf," inklusive Konzepten wie Fernwärme und H2-Netz Vorschlägen mit dazugehörigen Daten, Preisen und Annahmen.
Erstellungsprozess KWP© Landeshauptstadt Dresden
KI generiert: Das Bild zeigt einen Zeitstrahl für den Prozessablauf 2023/2024 zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung. Der Hauptinhalt besteht aus verschiedenen Terminen und Meilensteinen für Treffen, Strategiegespräche und Arbeitsgruppen der Steuergruppe und Arbeitsgruppen, die zweiwöchentlich stattfinden.
Bisherige Beteiligung der Akteure und der Öffentlichkeit 2024, Stand 18. Juni 2025© STESAD GmbH
KI generiert: Das Bild zeigt einen Zeitstrahl für den Prozessablauf 2023/2024 zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung. Der Hauptinhalt besteht aus verschiedenen Terminen und Meilensteinen für Treffen, Strategiegespräche und Arbeitsgruppen der Steuergruppe und Arbeitsgruppen, die zweiwöchentlich stattfinden.
Bisherige Beteiligung der Akteure und der Öffentlichkeit 2024, Stand 18. Juni 2025© STESAD GmbH
KI generiert: Das Bild zeigt einen Zeitstrahl für die Prozessbeteiligung im Jahr 2০25 mit verschiedenen Terminen und Meilensteinen. Der Hauptinhalt ist der Ablaufplan für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans, inklusive Sitzungen, Strategierunden und öffentlichen Auslagen, der in regelmäßigen Abständen stattfindet und am 1. Halbjahr 2০26 in den Stadtrat eingebracht wird.
Bisherige Beteiligung der Akteure und der Öffentlichkeit 2025, Stand 29. September 2025© STESAD GmbH
KI generiert: Das Bild zeigt einen Zeitstrahl für die Prozessbeteiligung im Jahr 2০25 mit verschiedenen Terminen und Meilensteinen. Der Hauptinhalt ist der Ablaufplan für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans, inklusive Sitzungen, Strategierunden und öffentlichen Auslagen, der in regelmäßigen Abständen stattfindet und am 1. Halbjahr 2০26 in den Stadtrat eingebracht wird.
Bisherige Beteiligung der Akteure und der Öffentlichkeit 2025, Stand 29. September 2025© STESAD GmbH

Beteiligungsformate im Prozess

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den stattgefundenen Beteiligungsformaten.

Am 15. April 2024 fand von 18 bis 20 Uhr der Wärmewendedialog I im Plenarsaal des Neuen Rathauses statt. Die offizielle Auftaktveranstaltung gab einen Überblick zum Gesamt- und Beteiligungsprozess der Kommunalen Wärmeplanung. Es wurden Ergebnisse aus der Bestands- und Potentialanalyse, das Dekarbonisierungskonzept der SachsenEnergie AG sowie Beispiele für eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorgestellt. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion statt, bei der die Teilnehmenden Rückfragen und Anmerkungen an das Podium richteten.

Podium

  • Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Klima, Recht und Ordnung
  • Dirk Hladik, Projektleiter Kommunale Wärmeplanung, Landeshauptstadt Dresden
  • Frank Wustmann, Projektleiter Kommunale Wärmeplanung, SachsenEnergie AG
  • Dr. Martin Jakob, geschäftsführender Gesellschafter von TEP Energy & ESA² GmbH

Agenda

  1. Grußwort Frau Jähnigen
    Vorstellung Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (IEK), Ziele und Rahmenbedingungen der Kommunalen Wärmeplanung, Ausgangssituation der Wärmeversorgung in Dresden
  2. Vorstellung Gesamt- und Beteiligungsprozess
    Prozess- und Arbeitsstruktur, bisherige und zukünftige Beteiligungstermine, Prozessbeteiligte, Öffentlichkeitsarbeit und Öffentlichkeitsbeteiligung
  3. Vorstellung Bestands- und Potentialanalyse
    Ergebnisse Bestandsanalyse zu Wärmebedarf, Wärmeliniendichte, Hauptenergieträger und Ergebnisse der Potentialanalyse zu Energieeinsparung, Erdkollektoren-, Erdsonden- und Luft-Wasser-Wärmepumpen
  4. Dekarbonisierungskonzept der SachsenEnergie AG
    Verknüpfung zum IEK, Prognose zum Strombedarf, technologischer Energiemix, beschleunigter Dekarbonisierungspfad, Fernwärmeausbau- und Verdichtungspotentiale
  5. Vorstellung von Lösungsansätzen außerhalb der Fernwärme
    Lösungsansätze zu Alternativen in der Wärmeversorgung, aktuelle und zukünftige Beratungsangebote, Kaltes Nahwärmenetz
  6. Podiumsdialog
    Erwartungen, Rückfragen und Anmerkungen
  7. Ausblick

Ergebnisse

Erwartungen an die Kommunale Wärmeplanung

Klimaschutz und Klimaneutralität, Bezahlbarkeit, Planungs- und Versorgungssicherheit, Technologieoffenheit und Innovation

Rückfragen und Anmerkungen zu alternativen Wärmeversorgungslösungen

Potential von Industrieabwärme; Potential von Wasserstoff zzgl. Verfügbarkeit, Netzeignung, Bezahlbarkeit; Potential kalter Wärmenetze als Alternative zu Fernwärmenetzen; Versorgungslösungen für Gebiete fernab von Fernwärme und Wasserstoff

Interesse an der Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initiativen

Bürgerenergiegenossenschaften, Mobilisierung zur eigenständigen Stromproduktion, Energieberatung/Energielotse, Entwicklung von Anreizen der Netzeinspeisung für Private

Dokumentation der Veranstaltung

Die Veranstaltung wurde per Livestream übertragen und kann auf YouTube angeschaut werden. Die gezeigten Folien stehen nachfolgend zur Verfügung:

Präsentation Wärmewendedialog I (*.pdf, 6 MB)

Die hier vorliegende pdf-Datei ist nicht komplett barrierefrei. Informationen zum Inhalt erhalten Sie per E-Mail unter waermeplanung@dresden.de

m 13. Dezember 2024 fand um 18 Uhr im Bürgerzentrum Waldschänke Hellerau e. V. der Wärmewendedialog vor Ort mit dem Fokus Quartierskonzept Hellerau und neue Nahwärmenetze statt.

Im Wärmewendedialog in Hellerau wurden die Zwischenergebnisse des Quartierskonzepts für die Gartenstadt Hellerau, welches durch die TU Dresden erstellt wird, vorgestellt. Das Konzept soll Anfang 2025 mit dem Ziel, denkmalverträgliche Wärmeversorgungslösungen mit möglichst niedrigen Wärmegestehungskosten für den Endkunden zu finden, fertiggestellt werden. Dabei stehen neben den Einzelversorgungslösungen die Identifikation von geeigneten Nahwärmenetz-Gebieten im Vordergrund.

Die Arbeit des Projektteams um Professor Felsmann und Professor Grunewald stellt somit die Grundlage für die weiteren Schritte zum Aufbau neuer Nahwärmenetze dar. Im nächsten Schritt gilt es, einen Betreiber für ein mögliches Nahwärmenetz in Hellerau zu finden. Dieser erstellt anschließend auf Basis der Voruntersuchungen der TU Dresden eine geförderte Machbarkeitsstudie und weitere Detailplanungen.

In Vorbereitung dieser nächsten Schritte möchten wir durch eine Umfrage das Interesse der Hellerauer Bürgerschaft und Unternehmen an einem potentiellen Nahwärmenetz ermitteln. Zugang zu dieser Umfrage erhalten Sie hier:

https://mitdenken.sachsen.de/-H1H4kKQF

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Die gezeigten Folien stehen nachfolgend zur Verfügung:

Präsentation Wärmewendedialog Hellerau (*.pdf, 5 MB)

Die hier vorliegende pdf-Datei ist nicht komplett barrierefrei. Informationen zum Inhalt erhalten Sie per E-Mail unter waermeplanung@dresden.de

 

Die Landeshauptstadt Dresden stellte den Entwurf des kommunalen Wärmeplan von Mitte September bis Mitte November in allen Ortschafts- und Stadtbezirksbeiräten öffentlich vor. Dabei standen eine kurze Präsentation der Wärmeplanung und ihrer Ergebnisse für die gesamte Stadt sowie für die jeweiligen Stadtgebiete im Vordergrund.

Am 29. September 2025 fand der „Wärmewendedialog II“ im Plenarsaal des Neuen Rathauses statt. Gemeinsam mit der STESAD GmbH stellte die Landeshauptstadt Dresden den Entwurf des Kommunalen Wärmeplans öffentlich vor. Ein besonderer Fokus lag auf den geplanten Umsetzungsmaßnahmen.

Die in den Erstellungsprozess eng eingebundene SachsenEnergie AG präsentierte ihr Dekarbonisierungskonzept für das Dresdner Fernwärmenetz, während die Verbraucherzentrale Sachsen ihr Beratungsangebot für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer vorstellte. Im Anschluss wurden zahlreiche Fragen mit dem Publikum diskutiert. Das Interesse richtete sich auf den Umgang mit Prüfgebieten im Wärmeplan, die Kosten und die politische Akzeptanz der Wärmewende. Auch Fragen und Hinweise zu weiteren Herausforderungen wurden an das Podium gerichtet, beispielsweise zur Nutzung und Installation von Wärmepumpen, zur Perspektive der Versorgung mit Wasserstoff und zum Umgang mit Großwärmespeichern im Dresdner Stadtbild.

Wir bedanken uns herzlich für das große Interesse und die zahlreichen Beiträge.

Einen Beitrag von Dresden Fernsehen zur Veranstaltung finden Sie hier:

 

Die Aufzeichnung der öffentlichen Vorstellung des Wärmeplans finden Sie hier:

 

Die gezeigte Präsentation ist nachfolgend abrufbar:

Präsentation Wärmewendedialog II (*.pdf, 5 MB)