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Sanierungs- und Modernisierungstipps

Maßnahmen bis 250 Euro

Bereits mit geringem finanziellem Aufwand lassen sich erste Energieeinsparungen erzielen. Die Maßnahmen in dieser Kategorie können häufig selbst umgesetzt werden und helfen dabei, unnötige Wärmeverluste zu reduzieren sowie bestehende Heizsysteme effizienter zu betreiben. Sie eignen sich besonders als einfacher Einstieg in die energetische Optimierung von Gebäuden.

Typisches Einsparpotenzial: Je nach Gebäudezustand und Nutzerverhalten können Einsparungen von etwa 2 bis 10 % erzielt werden.

 

Luft in Heizkörpern oder im gesamten Heizsystem - häufig erkennbar an gluckernden oder pfeifenden Geräuschen - verhindert eine gleichmäßige Wärmeabgabe. Die Folge: Heizkörper werden nicht richtig warm und die Heizungsanlage arbeitet ineffizient.

Durch regelmäßiges Entlüften lässt sich die Heizleistung verbessern. Räume werden schneller warm und der Energieverbrauch kann sinken. Mit einem Entlüfterschlüssel können Sie die eingeschlossene Luft in der Regel einfach selbst aus dem Heizkörper ablassen.

Eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Entlüften von Heizkörpern ist leicht im Internet zu finden, beispielsweise auf der Website der Verbraucherzentrale Deutschland.

KI generiert: Das Bild zeigt Hände, die einen durchsichtigen Behälter mit Wasser unter einen Heizkörper halten, um möglicherweise Wasser aus einem Ventil aufzufangen. Der Hauptinhalt des Bildes ist das Entlüften eines Heizkörpers.
Entlüften eines Heizkörpers (Symbolbild) © Shutterstock | Yevhen Prozhyrko
KI generiert: Das Bild zeigt Hände, die einen durchsichtigen Behälter mit Wasser unter einen Heizkörper halten, um möglicherweise Wasser aus einem Ventil aufzufangen. Der Hauptinhalt des Bildes ist das Entlüften eines Heizkörpers.
Entlüften eines Heizkörpers (Symbolbild) © Shutterstock | Yevhen Prozhyrko

Eine zu hohe oder dauerhaft gleichbleibende Raumtemperatur führt häufig zu unnötigem Energieverbrauch. Bereits eine Absenkung um ein Grad kann den Heizenergiebedarf um rund sechs Prozent reduzieren. Durch bewusstes Einstellen der Thermostate – etwa durch Nachtabsenkung oder geringere Temperaturen in wenig genutzten Räumen – lässt sich der Energieverbrauch spürbar senken. Programmierbare Thermostate unterstützen dabei, die Raumtemperatur automatisch an Tageszeiten und Gewohnheiten anzupassen.

KI generiert: Das Bild zeigt eine Hand, die einen Thermostventilknopf eines Heizkörpers bedient. Der Hauptinhalt ist die Einstellung der Heizungstemperatur, wobei die Skala von 1 bis 5 und zusätzliche Symbole wie ein Schneeflocken-Symbol (meist für Frostschutzstellung) zu sehen sind.
Einstellen des Heizkörperthermostat (Symbolbild)© Adobe Stock | Ingo Bartussek
KI generiert: Das Bild zeigt eine Hand, die einen Thermostventilknopf eines Heizkörpers bedient. Der Hauptinhalt ist die Einstellung der Heizungstemperatur, wobei die Skala von 1 bis 5 und zusätzliche Symbole wie ein Schneeflocken-Symbol (meist für Frostschutzstellung) zu sehen sind.
Einstellen des Heizkörperthermostat (Symbolbild)© Adobe Stock | Ingo Bartussek

Undichte Fenster und Türen führen dazu, dass kontinuierlich warme Luft nach außen entweicht und kalte Luft eindringt. Dies macht sich häufig durch Zugluft bemerkbar und erhöht den Heizbedarf. Mit einfachen Mitteln wie Dichtungsbändern oder Bürstendichtungen lassen sich solche Wärmeverluste deutlich reduzieren. Die Maßnahmen sind meist kostengünstig und können ohne großen Aufwand selbst umgesetzt werden.

KI generiert: Das Bild zeigt eine Hand, die ein Fenster mit einem schwarzen Dichtungsgummi öffnet. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Dichtungsprüfung oder Demonstration der Funktionsweise einer Fensterdichtung.
Austausch einer Fensterdichtung (Symbolbild)
KI generiert: Das Bild zeigt eine Hand, die ein Fenster mit einem schwarzen Dichtungsgummi öffnet. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Dichtungsprüfung oder Demonstration der Funktionsweise einer Fensterdichtung.
Austausch einer Fensterdichtung (Symbolbild)

Ungedämmte Heizungsrohre geben auf ihrem Weg durch unbeheizte Räume wie Keller oder Dachboden kontinuierlich Wärme an die Umgebung ab. Diese Wärme geht für die eigentliche Raumheizung verloren und erhöht unnötig den Energieverbrauch.

Durch das nachträgliche Dämmen der Heizungsrohre lassen sich diese Wärmeverluste deutlich reduzieren. Vorgefertigte Dämmschalen aus Kunststoff oder Mineralwolle können in der Regel einfach selbst angebracht werden und sind im Fachhandel erhältlich. Wichtig ist, dass die Dämmung lückenlos angebracht wird, insbesondere an Rohrverbindungen und Bögen.

Eine fachgerechte Rohrdämmung sorgt dafür, dass die Wärme gezielt dort ankommt, wo sie benötigt wird, und trägt dazu bei, die Effizienz der Heizungsanlage zu verbessern sowie Heizkosten zu senken.

KI generiert: Das Bild zeigt einen Handwerker, der gerade dabei ist, eine Rohrisolierung an einer Heizungs- oder Wasserleitung anzubringen. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Installation oder Wartung von haustechnischen Anlagen.
Dämmen von Heizleitungen im Keller© LEA Hessen | Rundel
KI generiert: Das Bild zeigt einen Handwerker, der gerade dabei ist, eine Rohrisolierung an einer Heizungs- oder Wasserleitung anzubringen. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Installation oder Wartung von haustechnischen Anlagen.
Dämmen von Heizleitungen im Keller© LEA Hessen | Rundel

Maßnahmen bis 1500 Euro

Mit überschaubaren Investitionen lassen sich bestehende Gebäude deutlich effizienter betreiben. Die Maßnahmen in dieser Kategorie reduzieren Energieverluste an typischen Schwachstellen und verbessern die Effizienz vorhandener Anlagen. Sie stellen häufig einen sinnvollen Zwischenschritt vor größeren Sanierungsmaßnahmen dar und bieten ein besonders gutes Verhältnis von Investitionskosten zu Einsparpotenzial.

Typisches Einsparpotenzial: Je nach Maßnahme und Ausgangszustand können Einsparungen von etwa 5 bis 20 % erreicht werden. Besonders wirksam ist häufig die Dämmung der obersten Geschossdecke.

Ältere Umwälzpumpen arbeiten häufig mit konstanter Leistung und verbrauchen dabei unnötig viel Strom. Moderne Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung automatisch an den tatsächlichen Bedarf an. Der Austausch kann daher sowohl den Stromverbrauch als auch die Heizkosten reduzieren. In vielen Fällen amortisiert sich die Investition bereits nach wenigen Jahren.

KI generiert: Das Bild zeigt eine Umwälzpumpe, wie sie in Heizungsanlagen verwendet wird. Der Hauptinhalt ist die grüne Pumpe mit einem Anschlusskabel und einem Regulierungsknopf mit rot-grauer Abdeckung.
Energieeffiziente Heizungspumpe© fotolia.com | Jan Jansen
KI generiert: Das Bild zeigt eine Umwälzpumpe, wie sie in Heizungsanlagen verwendet wird. Der Hauptinhalt ist die grüne Pumpe mit einem Anschlusskabel und einem Regulierungsknopf mit rot-grauer Abdeckung.
Energieeffiziente Heizungspumpe© fotolia.com | Jan Jansen

Digitale oder smarte Thermostate ermöglichen eine automatische und bedarfsgerechte Steuerung der Raumtemperatur. So kann beispielsweise die Heizung abgesenkt werden, wenn niemand zu Hause ist, und rechtzeitig wieder hochfahren, bevor Räume genutzt werden. Dies erhöht den Komfort und verhindert gleichzeitig unnötigen Energieverbrauch.

KI generiert: Das Bild zeigt einen elektronischen Heizkörperthermostat, der an einem Radiator befestigt ist. Der Hauptinhalt des Bildes ist das digitale Display des Thermostats, das die aktuelle Raumtemperatur (17°C) und verschiedene Einstellungen anzeigt.
Intelligentes Heizkörperthermostat (Symbolbild)© fotolia.com | Jan Jansen
KI generiert: Das Bild zeigt einen elektronischen Heizkörperthermostat, der an einem Radiator befestigt ist. Der Hauptinhalt des Bildes ist das digitale Display des Thermostats, das die aktuelle Raumtemperatur (17°C) und verschiedene Einstellungen anzeigt.
Intelligentes Heizkörperthermostat (Symbolbild)© fotolia.com | Jan Jansen

Über eine ungedämmte oberste Geschossdecke geht besonders viel Wärme verloren, da warme Luft nach oben steigt. Eine nachträgliche Dämmung kann diesen Wärmeverlust deutlich reduzieren und ist im Vergleich zu anderen Dämmmaßnahmen oft kostengünstig umzusetzen. Sie stellt daher eine sehr effektive Maßnahme zur Energieeinsparung dar.

KI generiert: Das Bild zeigt eine Person, die eine Dämmrolle aus Mineralwolle in einem Dachboden zwischen den Dachsparren verlegt. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Wärmedämmung eines Dachbodens.
Dämmung der obersten Geschossdecke© URSA Deutschland GmbH
KI generiert: Das Bild zeigt eine Person, die eine Dämmrolle aus Mineralwolle in einem Dachboden zwischen den Dachsparren verlegt. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Wärmedämmung eines Dachbodens.
Dämmung der obersten Geschossdecke© URSA Deutschland GmbH

In vielen älteren Gebäuden befinden sich Heizkörper in Wandnischen, die häufig schlechter gedämmt sind als die übrige Außenwand. Dadurch geht ein Teil der Wärme direkt nach außen verloren. Durch das Anbringen von Dämmmaterial hinter dem Heizkörper kann dieser Wärmeverlust reduziert und die Effizienz der Heizung verbessert werden.

09 Dämmung Heizkörpernische
Dämmung einer Heizkörpernische© Ultrament
09 Dämmung Heizkörpernische
Dämmung einer Heizkörpernische© Ultrament

Sollte bei Ihnen noch ein älterer hydraulischer Durchlauferhitzer installiert sein, so lohnt sich ein näherer Blick. Durch den Tausch gegen moderne hydraulisch-elektronische oder vollelektronische Durchlauferhitzer, lassen sich bis zu 30 % Strom einsparen. Elektrische Durchlauferhitzer arbeiten effizienter, erwärmen das Wasser gleichmäßig und halten die Temperatur des konstant. In Kombination mit einem Sparduschkopf lassen sich zusätzlich Kosten sparen.

KI generiert: Das Bild zeigt eine moderne Küchenzeile mit hellen Unterschränken, einer Arbeitsplatte aus Holz und einem integrierten Küchenspültentisch. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Darstellung eines unter der Spüle installierten Durchlauferhitzers.
Elektronische Durchlauferhitzer lassen sich aufgrund ihrer kompakten Bauweise fast überall einsetzen© Stiebel Eltron
KI generiert: Das Bild zeigt eine moderne Küchenzeile mit hellen Unterschränken, einer Arbeitsplatte aus Holz und einem integrierten Küchenspültentisch. Der Hauptinhalt des Bildes ist die Darstellung eines unter der Spüle installierten Durchlauferhitzers.
Elektronische Durchlauferhitzer lassen sich aufgrund ihrer kompakten Bauweise fast überall einsetzen© Stiebel Eltron

Maßnahmen bis 10.000 Euro

Diese Maßnahmen gehen über einfache Optimierungen hinaus und ermöglichen eine nachhaltige Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Sie erhöhen die Leistungsfähigkeit bestehender Heizungsanlagen, unterstützen den Einsatz erneuerbarer Energien oder reduzieren den Bedarf an zugekaufter Energie. Gleichzeitig schaffen sie eine gute Grundlage für weitere Modernisierungsschritte.

Typisches Einsparpotenzial: Je nach Maßnahme können Energieeinsparungen von etwa 10 bis 30 % erzielt werden. Darüber hinaus können Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich reduzieren.

In vielen Gebäuden werden Heizkörper ungleichmäßig mit Wärme versorgt, da das Heizsystem nicht optimal eingestellt ist. Dies führt dazu, dass einige Räume überheizt werden, während andere nicht ausreichend warm werden. Beim hydraulischen Abgleich wird das Heizsystem so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die benötigte Wärmemenge erhält. Dadurch verbessert sich die Effizienz der Anlage, und der Energieverbrauch kann deutlich sinken.

KI generiert: Das Bild zeigt einen Handwerker in Arbeitskleidung, der vor einem geöffneten Verteilerschrank kniet und an einem Laptop arbeitet. Der Hauptinhalt des Bilder besteht darin, dass technische Wartungs- oder Installationsarbeiten an einer haustechnischen Anlage, vermutlich einer Heizungs- oder Wasserinstallation, durchgeführt werden.
Hydraulischer Abgleich durch Fachpersonal© Thinkstock | AlexRaths
KI generiert: Das Bild zeigt einen Handwerker in Arbeitskleidung, der vor einem geöffneten Verteilerschrank kniet und an einem Laptop arbeitet. Der Hauptinhalt des Bilder besteht darin, dass technische Wartungs- oder Installationsarbeiten an einer haustechnischen Anlage, vermutlich einer Heizungs- oder Wasserinstallation, durchgeführt werden.
Hydraulischer Abgleich durch Fachpersonal© Thinkstock | AlexRaths

Ein Pufferspeicher speichert überschüssige Wärme aus der Heizungsanlage und stellt sie bei Bedarf zeitversetzt zur Verfügung. Dadurch kann die Wärmeerzeugung gleichmäßiger und effizienter erfolgen. Besonders bei Heizsystemen mit schwankender Wärmeerzeugung – etwa bei Holzheizungen, Wärmepumpen oder Solarthermieanlagen – kann ein Pufferspeicher dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und die Lebensdauer der Anlage zu erhöhen.

Im Gebäudebestand sind Pufferspeicher jedoch nicht immer vorhanden, insbesondere bei älteren Gas- oder Ölheizungen. Ob eine Nachrüstung sinnvoll ist, hängt stark vom jeweiligen Heizsystem und dessen Auslegung ab. Eine fachliche Beratung wird daher empfohlen, um Nutzen und Dimensionierung individuell zu prüfen.

KI generiert: Das Bild zeigt eine haustechnische Installation mit einem großen Warmwasserspeicher und zwei daran angebrachten Heizungspumpen oder -armaturen. Der Hauptinhalt des Bildes ist die haustechnische Anlage, die für Heizung und Warmwasserbereitung zuständig ist.
Einbau eines Pufferspeichers© caifas, stock.adobe.com
KI generiert: Das Bild zeigt eine haustechnische Installation mit einem großen Warmwasserspeicher und zwei daran angebrachten Heizungspumpen oder -armaturen. Der Hauptinhalt des Bildes ist die haustechnische Anlage, die für Heizung und Warmwasserbereitung zuständig ist.
Einbau eines Pufferspeichers© caifas, stock.adobe.com

Solarthermie-Anlagen nutzen die Energie der Sonne zur Erwärmung von Wasser und zur Unterstützung der Heizung. Dadurch kann der Bedarf an fossilen Energieträgern reduziert werden. Besonders in den Sommermonaten kann ein Großteil des Warmwasserbedarfs durch Solarenergie gedeckt werden.

KI generiert: Das Bild zeigt mehrere Vakuumröhrenkollektoren einer Solarthermieanlage, die auf einem Dach installiert sind. Im Hintergrund geht die Sonne auf oder unter, was auf die Nutzung der Sonnenenergie hinweist.
KI generiert: Das Bild zeigt mehrere Vakuumröhrenkollektoren einer Solarthermieanlage, die auf einem Dach installiert sind. Im Hintergrund geht die Sonne auf oder unter, was auf die Nutzung der Sonnenenergie hinweist.

Mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie Strom auf Ihrem eigenen Dach produzieren. Bei kleineren bis mittleren Anlagen oder Photovoltaik-Anlagen ohne Speicher liegt die Investition in der Regel unter 10.000 Euro. Für Mieterinnen und Mieter gibt es mit Mieterstrom-Modellen, gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung oder einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf einer gepachteten Dachfläche auch viele Möglichkeiten, die Energie der Sonne zu nutzen.

KI generiert: Das Bild zeigt ein Wohnhaus mit mehreren Solarmodulen (Photovoltaik-Anlage) auf dem Dach. Im Vordergrund sind eine Reihe gepflegter, immergrüner Sträucher und ein abendlicher Himmel mit einigen Vögeln zu sehen.
KI generiert: Das Bild zeigt ein Wohnhaus mit mehreren Solarmodulen (Photovoltaik-Anlage) auf dem Dach. Im Vordergrund sind eine Reihe gepflegter, immergrüner Sträucher und ein abendlicher Himmel mit einigen Vögeln zu sehen.

Maßnahmen ab 10.000 Euro

Größere Investitionen bieten die größten Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen an der Gebäudehülle sowie die Modernisierung zentraler Heiz- und Energietechnik. Durch die Kombination mehrerer Sanierungsmaßnahmen kann der Energiebedarf eines Gebäudes dauerhaft und deutlich reduziert werden.

Typisches Einsparpotenzial: Je nach Gebäudezustand und Umfang der Sanierung sind Einsparungen von etwa 30 bis 70 % möglich. Werden mehrere Maßnahmen kombiniert, können die Einsparungen im Einzelfall auch darüber hinausgehen.

Ungedämmte Außenwände zählen zu den größten Ursachen für Wärmeverluste in Gebäuden. Durch eine nachträgliche Fassadendämmung kann der Energiebedarf deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig verbessert sich das Raumklima, da die Innenwände wärmer bleiben und das Risiko von Feuchtigkeit und Schimmelbildung sinkt.

Fassadendämmung
Fassadendämmung© Adobe Stock l schulzfoto
Fassadendämmung
Fassadendämmung© Adobe Stock l schulzfoto

Da warme Luft nach oben steigt, geht über ein ungedämmtes Dach besonders viel Energie verloren. Eine umfassende Dachdämmung kann diesen Verlust erheblich reduzieren und trägt maßgeblich zur Senkung des Heizenergiebedarfs bei. Oft lässt sich die Maßnahme sinnvoll mit einer ohnehin geplanten Dachsanierung verbinden.

Dachdämmung
Dachdecker beim Eindecken eines Steildachs mit Holzfaser-Aufsparrendämmung© Adobe Stock l Hermann
Dachdämmung
Dachdecker beim Eindecken eines Steildachs mit Holzfaser-Aufsparrendämmung© Adobe Stock l Hermann

Alte oder einfach verglaste Fenster lassen viel Wärme entweichen und können Zugluft verursachen. Moderne Fenster mit Mehrfachverglasung und guten Dichtungen verringern die Wärmeverlust deutlich um bis zu 60 % oder mehr. Gleichzeitig verbessern sie den Wohnkomfort und den Schallschutz. Oft bietet es sich an, alle Fenster zum selben Zeitpunkt zu tauschen. Alternativ kann ein Tausch schrittweise erfolgen um die finanzielle Belastung zu minimieren. 

Dreifachverglasung
Fenster mit Mehrfachverglasung© Adobe Stock | Wellnhofer Designs
Dreifachverglasung
Fenster mit Mehrfachverglasung© Adobe Stock | Wellnhofer Designs

Veraltete Heizsysteme arbeiten oft ineffizient und verursachen hohe Energieverbräuche. Der Umstieg auf moderne Heiztechnologien – beispielsweise Wärmepumpen – ermöglicht eine deutlich effizientere und klimafreundlichere Wärmeversorgung. Dabei wird Umweltenergie genutzt, was langfristig Kosten und CO₂-Emissionen reduziert.

558714582 Waermepumpe
Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus © Adobe Stock | Robert Poorten
558714582 Waermepumpe
Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus © Adobe Stock | Robert Poorten

Strategische Maßnahmen

Einzelmaßnahmen entfalten ihre volle Wirkung oft erst im Zusammenspiel. Strategische Planungsansätze helfen dabei, Sanierungen sinnvoll zu koordinieren, Kosten zu optimieren und Fördermöglichkeiten bestmöglich zu nutzen. Durch eine systematische Herangehensweise können Einsparpotenziale von über 70 % erreicht werden, insbesondere wenn Gebäude schrittweise zu sogenannten Effizienzhäusern entwickelt werden.

Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer dabei, die energetische Modernisierung ihres Gebäudes Schritt für Schritt zu planen. Er zeigt auf, welche Maßnahmen sinnvoll sind, in welcher Reihenfolge diese umgesetzt werden können und welche Einsparpotenziale damit verbunden sind. So können Investitionen langfristig geplant und optimal aufeinander abgestimmt werden.

Weiterführende Informationen zum individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) finden Sie beispielsweise auf der Website der Verbraucherzentrale.

2025 ISFP MS Fahrplanseite Quellangabe
Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)© BMWE
2025 ISFP MS Fahrplanseite Quellangabe
Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)© BMWE

Eine qualifizierte Energieberatung analysiert den energetischen Zustand eines Gebäudes und identifiziert konkrete Schwachstellen. Auf dieser Grundlage werden individuelle Maßnahmen empfohlen, die sowohl technisch sinnvoll als auch wirtschaftlich sind. Zudem ist eine Energieberatung häufig Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Fördermitteln.

76378282 Beratung
Energieberatung© Adobe Stock | Alexander Raths
76378282 Beratung
Energieberatung© Adobe Stock | Alexander Raths

In vielen Kommunen werden zentrale Wärmenetze ausgebaut, die mehrere Gebäude effizient mit Wärme versorgen. Ein Anschluss kann eine gute Alternative zur eigenen Heizungsanlage darstellen, insbesondere wenn erneuerbare Energien oder Abwärme genutzt werden. Dadurch können sowohl Emissionen als auch Wartungsaufwand reduziert werden.

431047743 Fernwaerme
Fernwärme© Adobe Stock | Stefan
431047743 Fernwaerme
Fernwärme© Adobe Stock | Stefan

Durch die Kombination mehrerer Maßnahmen – etwa Dämmung, Fenstertausch und Heizungsmodernisierung – kann ein Gebäude schrittweise zu einem Effizienzhaus entwickelt werden. Ziel ist ein deutlich reduzierter Energieverbrauch bei gleichzeitig hohem Wohnkomfort. Eine solche Sanierung erfordert eine gute Planung, bietet jedoch die größten langfristigen Einsparpotenziale.

Komplettsanierung Effizienzhaus
Schrittweise Komplettsanierung zum Effizienzhaus© Adobe Stock | Sabbir
Komplettsanierung Effizienzhaus
Schrittweise Komplettsanierung zum Effizienzhaus© Adobe Stock | Sabbir